Deutlicher Effizienzgewinn durch Lean Manufacturing bei Hexagon Metrology in Wetzlar.

Der Druck auf die Industrie, hohe Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren, nimmt  ständig  zu. Hexagon  Metrology  in Wetzlar hat sich dieser Herausforderung gestellt – mit einer kompletten Umstrukturierung der Fertigungsprozesse und der Logistik. Die Maßgabe  dabei  war  ambitioniert:  Eine  Verdoppelung der Kapazität bei gleichem Personal und weniger Lagerfläche sowie geringerer Kapitalbindung durch Lagerbestände.

Mit Inbetriebnahme  des  neuen  Montagewerkes  im Herbst 2012 sind diese Ziele nicht nur erreicht, sondern  noch  deutlich  übertroffen  worden.  Ein Kernstück dieser Erfolgsgeschichte ist eine maßgeschneiderte  Software  des  Auto-ID-Systemhauses ID-Solutions aus Gießen.

Bei Hexagon Metrology am Standort Wetzlar werden hochgenaue Koordinatenmesssysteme, Verzahnungsmess- zentren und Messköpfe der Marke  Leitz  entwickelt  und  produziert.  Die komplexen Geräte, die aus 1.200 bis zu 2.000 Einzelteilen bestehen, wurden bisher in Losgruppenfertigung zu je fünf Stück hergestellt. Nach einer kompletten Umstrukturierung der Fertigung über einen Zeitraum von zwei Jahren nach den Prinzipien des „lean manufacturing“  wird  heute  in  One-Piece-Flow-Linien montiert. Dabei wird jedes Teil ohne Zwischenlagerung nur noch einmal angefasst. Das setzt ebenfalls eine völlig veränderte Logistik voraus. 

Über  50  Prozent  des  Produktionsmaterials wird heute nach der Kanban-Methode direkt am Arbeitsplatz bereitgehalten und nach dem „Pull-Prinzip“ disponiert. Häufig benutzte Bauteile lagern nur noch in der Linie, Teile, die nicht in die Behälter passen, sowie benötigte Puffermengen im sogenannten „Supermarkt“. Die Lagerbestände decken nur noch den Wiederbeschaffungszeitraum ab. 

Gesteuert  wird  das  Kanban-Verfahren  durch eine individuell für Hexagon Metrology entwickelte,  hochleistungsfähige  Softwarelösung von ID-Solutions. Das Gießener Systemhaus hat  den  Umstellungsprozess  von  Anfang  an kontinuierlich begleitet und seine Software als „lernendes  System“  ausgelegt.  So  wie  die neuen Prozesse Schritt für Schritt eingeführt wurden, wächst auch die Software mit.

 

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